Agenda
- Zwei Funktionen, die oft verwechselt werden
- Virtual Game Cards: digitale Spiele wie Module
- Virtual Game Cards verwalten und ausblenden
- Spiele zwischen deinen Konsolen mitnehmen
- Spiele an die Familie verleihen - so geht's
- GameShare: zusammen spielen, auch ohne Besitz
- Was du dafür brauchst
- Häufige Fragen
Früher war Teilen einfach: Modul raus, dem Kumpel in die Hand gedrückt, fertig. Bei digitalen Spielen war das lange undenkbar. Mit der Nintendo Switch 2 bringt Nintendo dieses Gefühl zurück - gleich auf zwei Wegen, die sich aber deutlich unterscheiden: Virtual Game Cards und GameShare.
Genau hier entsteht die meiste Verwirrung, denn beide klingen nach „Spiele teilen“, machen aber etwas völlig anderes. In diesem Beitrag bekommst du Klarheit: Was kann was, wofür eignet sich welche Funktion - und worauf du achten musst.
Zwei Funktionen, die oft verwechselt werden
Bevor wir ins Detail gehen, der wichtigste Merksatz - damit du die beiden nie wieder durcheinanderbringst:
- Virtual Game Cards sind zum Verleihen und Mitnehmen da. Du gibst ein komplettes Spiel für eine Weile aus der Hand (oder schiebst es zwischen deinen eigenen Konsolen hin und her). Währenddessen kannst du es selbst nicht spielen - genau wie bei einem echten Modul.
- GameShare ist zum gemeinsamen Spielen in einer Session da. Du streamst ein Spiel live an Mitspieler, die es gar nicht besitzen müssen. Sobald die Session endet, ist auch der Zugriff vorbei.
Kurz: Virtual Game Cards drehen sich um Besitz auf Zeit, GameShare um zusammen spielen im Moment. Beide funktionieren ausschließlich mit digital gekauften Spielen aus dem Nintendo eShop - nicht mit physischen Modulen. Eingeführt hat Nintendo beides mit einem System-Update Ende April 2025.

Virtual Game Cards: digitale Spiele wie Module
Alle digitalen Spiele und DLCs, die du im eShop kaufst, behandelt die Switch 2 als „virtuelle Spielkarten“. Du kannst sie - ganz wie ein physisches Modul - auf eine Konsole „laden“ und wieder „auswerfen“. Ist eine virtuelle Spielkarte auf eine Konsole geladen, lässt sie sich auch ohne Internetverbindung spielen, und alle anderen Nutzer auf dieser Konsole können das Spiel ebenfalls starten.
Das ist schon der erste Aha-Moment: Wenn jemand im selben Haushalt auf deiner Konsole spielt, musst du gar nichts „verleihen“ - geladene Spiele stehen allen Profilen auf dem Gerät offen. Das Ganze gilt grundsätzlich für deine komplette Bibliothek, egal ob First-Party, Indie oder Drittanbieter. Nur bei einzelnen Demos und manchen Nintendo-Switch-Online-exklusiven Titeln kann die Funktion eingeschränkt sein.
Virtual Game Cards verwalten und ausblenden
Deine virtuellen Spielkarten findest du als eigene App im HOME-Menü und kannst sie dort sortieren (z. B. nach Kaufdatum oder alphabetisch). Zwei praktische Extras, die gern übersehen werden:
- Am Browser oder Smartphone verwalten: Über dein Nintendo-Konto kannst du im Browser sehen, auf welcher Konsole ein Spiel gerade geladen ist, und es von dort aus auswerfen oder auf eine andere Konsole laden - praktisch, wenn die zweite Konsole gerade nicht griffbereit ist.
- Spiele ausblenden: Einzelne Titel lassen sich aus der Liste ausblenden (Spiel auswählen → Optionen → ausblenden). Ideal, wenn Kinder durch deine Bibliothek stöbern und bestimmte Spiele nicht sehen sollen. Über „Ausgeblendete anzeigen“ holst du sie wieder hervor.
Spiele zwischen deinen Konsolen mitnehmen
Virtual Game Cards sind auch praktisch, wenn du selbst mehr als eine Konsole hast - etwa eine Switch 2 für zu Hause und eine Switch für unterwegs. Du kannst deine virtuellen Spielkarten frei zwischen bis zu zwei Konsolen hin- und herschieben, solange beide eingeschaltet (oder im Ruhemodus) und mit dem Internet verbunden sind.
Beim allerersten Mal müssen die beiden Konsolen einmalig „gekoppelt“ werden - das geht über eine lokale Verbindung plus Internet, also am besten mit beiden Geräten nebeneinander. Danach reicht für den Wechsel die Internetverbindung. Du wirfst die Karte auf der einen Konsole aus und lädst sie auf der anderen - genau wie ein Modul. Wichtig: Sobald ein Spiel auf die zweite Konsole gewandert ist, kannst du es auf der ersten nicht mehr spielen.
Zwei Dinge solltest du dabei wissen:
- Switch-2-Spiele bleiben auf der Switch 2: Switch-2-exklusive Titel und „Nintendo Switch 2 Edition“-Spiele lassen sich nur auf eine Switch 2 laden - nicht auf eine klassische Switch.
- Dasselbe Spiel auf zwei Konsolen? Offiziell spielst du eine virtuelle Spielkarte immer nur auf einer Konsole. Über die Einstellung „Online-Lizenz“ kannst du ein Spiel deines Kontos zwar auch auf einer zweiten Konsole spielen, solange diese online ist - dieselbe Kopie gleichzeitig online auf zwei Geräten geht aber nicht.
Du steigst gerade frisch von der alten Switch um? Dann musst du nicht jede Karte einzeln umstecken - Nintendo bietet einen kompletten System-Transfer, der deine ganze Bibliothek, Speicherstände und Profile mitnimmt. Wie du danach im Fall der Fälle wieder sauber zurücksetzt, zeigen wir dir im Beitrag Switch 2 zurücksetzen - mit und ohne Datenverlust.
Spiele an die Familie verleihen - so geht's
Richtig spannend wird es beim Verleihen an andere Personen. Das läuft über deine Nintendo-Account-Familiengruppe (bis zu acht Mitglieder). Mitglieder fügst du nicht auf der Konsole hinzu, sondern im Browser über die Nintendo-Konto-Verwaltung - die eingeladene Person muss die Einladung dann annehmen. Steht die Gruppe, gehst du so vor:
- Öffne Virtual Game Cards im HOME-Menü.
- Wähle das Spiel aus, das du verleihen möchtest, und tippe auf „An Familiengruppenmitglied verleihen“.
- Wähle die Person aus, die das Spiel bekommen soll. Sie öffnet anschließend die Virtual-Game-Card-App und nimmt das Spiel mit ihrem Profil an.
Damit das Verleihen klappt, gelten ein paar klare Regeln - die solltest du kennen, bevor du es ausprobierst:
- Nähe nötig: Beide Konsolen müssen sich beim Verleihen bzw. Ausleihen in der Nähe zueinander befinden und mit dem Internet verbunden sein. Aus der Ferne über das Internet allein geht es nicht.
- Nur Familiengruppe: Die andere Person muss Teil deiner Nintendo-Account-Familiengruppe sein.
- 14 Tage Leihfrist: Eine virtuelle Spielkarte wird für 14 Tage verliehen und danach automatisch zurückgegeben. Der Ausleiher kann früher zurückgeben, du kannst sie bei Bedarf auch früher zurückholen - und danach erneut verleihen.
- Limits: Du kannst bis zu drei Spiele gleichzeitig verleihen. Ausgeliehen werden kann pro Person aber nur ein Spiel zur Zeit, und an eine bestimmte Konsole nur eine Karte gleichzeitig.
- DLC inklusive: Verleihst du ein Spiel, werden gekaufte DLCs mitverliehen.
- Du pausierst: Solange ein Spiel verliehen ist, kannst du es selbst nicht spielen - wie beim echten Modul.
- Speicherstand bleibt: Gibt der Ausleiher das Spiel zurück, bleiben seine Speicherdaten auf seiner Konsole erhalten. Leiht er es später erneut aus oder kauft es selbst, spielt er nahtlos weiter.
- Nicht überall möglich: Manche Spiele unterstützen das Verleihen nicht.
Für Familien mit Kindern lohnt sich vorab ein Blick auf die Konto- und Jugendschutz-Einstellungen. Wie umfangreich die Switch 2 hier geworden ist, zeigen wir dir in unserem Beitrag zu den Bedienungshilfen und Konto-Features der Switch 2.
GameShare: zusammen spielen, auch ohne Besitz
GameShare ist die zweite, ganz andere Funktion. Hier geht es nicht ums Verleihen, sondern ums gemeinsame Spielen: Du als Gastgeber teilst ein unterstütztes Spiel per Streaming, und deine Mitspieler können sofort mitzocken - ganz ohne das Spiel selbst zu besitzen oder herunterzuladen.
So funktioniert es:
- Gastgeber ist immer eine Switch 2: Eine GameShare-Session lässt sich nur von einer Switch 2 mit einem GameShare-fähigen Spiel starten.
- Lokal (vor Ort): Über lokale Funkverbindung können sowohl Switch-2- als auch klassische Switch-Konsolen beitreten - Switch-2-exklusive Titel lassen sich auf einer alten Switch allerdings nicht mitspielen.
- Online: Über das Internet läuft GameShare nur zwischen Switch-2-Konsolen - und alle müssen gemeinsam in einem GameChat-Raum sein.
- Bis zu vier Systeme: An einer Session können insgesamt bis zu vier Konsolen teilnehmen.
- Nur der Host speichert: Es wird ausschließlich der Spielstand des Gastgebers aktualisiert - die Gäste bekommen keinen eigenen Speicherstand.
- Session-gebunden: Gäste spielen nur während der laufenden Session mit. Danach bleibt das Spiel-Icon im HOME-Menü, damit man bei Interesse direkt im eShop landet und es kaufen kann.
- Jugendschutz greift: Auf der empfangenden Konsole gelten weiterhin die dort eingestellten Altersfreigaben.
Und so startest du eine Runde: Als Gastgeber öffnest du das Spiel und wählst dort die GameShare-Option. Die Mitspieler tippen im HOME-Menü auf das GameShare-Symbol (in der unteren Leiste), wählen „GameShare annehmen“ und treten der Session bei. Über das Internet läuft das Ganze im gemeinsamen GameChat-Raum.
Ein wichtiger Hinweis: Nicht jedes Spiel unterstützt GameShare - es sind nur ausgewählte Titel, und einige davon nur lokal. Welche Spiele aktuell dabei sind, hält Nintendo auf seinen Support-Seiten fest; die Liste wächst mit der Zeit. Weil das Bild gestreamt wird, kann die Qualität zudem etwas geringer ausfallen als beim direkt installierten Spiel, und über das Internet hängt die Latenz von deiner Verbindung ab.
Zur Voraussetzung: Für GameShare über das Internet brauchst du GameChat, und GameChat ist Teil von Nintendo Switch Online (die kostenlose GameChat-Testphase endete am 31. März 2026). GameShare lokal vor Ort funktioniert dagegen ohne Online-Mitgliedschaft. Wenn du beim Online-Spielen viel unterwegs bist, schau dir auch unseren VPN-Guide für die Switch 2 an.
Was du dafür brauchst
Damit du den Überblick behältst, hier die Voraussetzungen kompakt:
- Für Virtual Game Cards (Verleihen): eine Nintendo-Account-Familiengruppe, beide Konsolen in der Nähe und online, digital gekaufte Spiele.
- Für Virtual Game Cards (Mitnehmen): bis zu zwei verknüpfte Konsolen, beim ersten Koppeln lokal + online, danach online.
- Für GameShare lokal: eine Switch 2 als Gastgeber, ein GameShare-fähiges Spiel - Gäste können Switch 2 oder Switch sein.
- Für GameShare online: alle mit Switch 2, gemeinsamer GameChat-Raum und Nintendo Switch Online.
Apropos Bibliothek: Digitale Spielesammlungen wachsen schnell, und die Switch 2 setzt auf besonders schnelle Speicherkarten. Passende Karten, Controller und weiteres Switch-2-Zubehör findest du in unserer Übersicht - mit schnellem Versand aus Deutschland. Wenn deine Switch 2 noch ganz frisch ist, lohnt sich außerdem ein Blick auf Release, Preis und Hardware der Switch 2 sowie auf den passenden Controller fürs gemeinsame Spielen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Virtual Game Cards und GameShare?
Virtual Game Cards sind zum Verleihen und Mitnehmen kompletter Spiele gedacht (auf Zeit, z. B. 14 Tage an die Familie). GameShare ist zum gemeinsamen Spielen in einer laufenden Session gedacht - das Spiel wird gestreamt, und nach der Session ist der Zugriff vorbei.
Kann ich ein Spiel mit Freunden teilen, die es nicht besitzen?
Ja, über GameShare. Dafür müssen sie aber während der Session mitspielen. Dauerhaft „verschenken“ kannst du ein Spiel nicht - verleihen geht nur innerhalb deiner Familiengruppe über Virtual Game Cards.
Unterstützt jedes Spiel GameShare?
Nein. GameShare funktioniert nur mit ausgewählten Titeln, manche davon nur lokal. Die aktuelle Liste der unterstützten Spiele findest du auf Nintendos Support-Seiten - sie wird nach und nach erweitert.
Wie lange kann ich ein Spiel verleihen?
14 Tage. Danach wandert die virtuelle Spielkarte automatisch zu dir zurück. Früher zurückgeben oder zurückholen ist jederzeit möglich, und du kannst es danach erneut verleihen.
Brauche ich Nintendo Switch Online?
Für GameShare über das Internet ja, weil es GameChat voraussetzt. Lokales GameShare vor Ort und das Verleihen von Virtual Game Cards in der Familiengruppe brauchen keine Online-Mitgliedschaft (aber eine Internetverbindung beim Verleihen).
Funktioniert das mit physischen Spielmodulen?
Nein. Virtual Game Cards und GameShare beziehen sich nur auf digital im eShop gekaufte Spiele.
Behält mein Mitspieler bei GameShare seinen Spielstand?
Nein. Bei GameShare wird nur der Spielstand des Gastgebers gespeichert. Die Gäste behalten keinen eigenen Fortschritt - das Spiel-Icon bleibt aber im Menü, falls sie es später selbst kaufen möchten. Beim Verleihen über Virtual Game Cards bleibt der Speicherstand des Ausleihers dagegen erhalten.
Kann eine klassische Switch mitmachen?
Bei lokalem GameShare ja - eine normale Switch kann an einer von einer Switch 2 gehosteten Session teilnehmen, sofern das Spiel es unterstützt. Switch-2-exklusive Titel lassen sich so aber nicht spielen. Online-GameShare funktioniert ausschließlich zwischen Switch-2-Konsolen.
Kann ich meine Spiele auf mehrere eigene Konsolen laden?
Du kannst deine virtuellen Spielkarten zwischen bis zu zwei Konsolen hin- und herschieben. Möchtest du dein digitales Spiele-Regal auf mehr als zwei Konsolen nutzen, beschreibt Nintendo dafür einen separaten Weg über die Online-Lizenz.
Du holst mit der Switch 2 das Maximum aus deiner Spielesammlung heraus? Dann sorg dafür, dass auch die Hardware mitspielt. In unserem Shop findest du handverlesenes Switch-2-Zubehör - von Schutzgläsern bis zur passenden Hülle, mit schnellem Versand aus Deutschland.